Apple Maps ist Mobbingopfer

Das Bashing gegen Apple Maps scheint mal wieder etwas aufzuflammen. Der Kartendienst wird seit Jahren für schlechtes Kartenmaterial kritisiert, es tauchten gleich zum Start massenweise Bilder auf, die schlechte Kartenausschnitte zeigten.  Ok, die Ausschnitte waren aber auch teilweise schon absurd witzig. Beispiele gibt es hierfür über die Bildersuche genug. Ich hatte mich vor ein paar Monaten schon einmal mit der Problematik von Kartendiensten auf mobilen Geräten beschäftigt und ehrlich gesagt, habe ich mich anfangs auch über Apples fehlgeschlagenen Kartendienstversuch amüsiert. Doch hatte Apple Maps überhaupt eine Chance sich zu etablieren? Ich finde nicht. Google hatte den entscheidenden Vorteil sehr viele Nutzer zu haben (klar, war auch früher am Start) deren Bewegungsdaten getrackt werden können. Dies wird unter anderem dazu genutzt die Karten zu verfeinern beziehungsweise auch zu korrigieren. Das ist neben anderen Kanälen ein Punkt für besseres Kartenmaterial. Apple Maps unternahm gleiche Versuche die Karten aufzubereiten, was allerdings mit dieser Methode nur mit vielen Nutzern funktionieren kann. Und mit nur wenigen Nutzern gibt es eben nur wenige bis kaum Verbesserungen. Andere Kartendienste wie zum Beispiel OpenStreetMap leben praktisch von Nutzern, die freiwillig ihre Bewegungsdaten tracken lassen und direkt ins Kartenmaterial eintragen. Daher ist wie im unteren Beispiel OpenstreetMap in ländlichen Gebieten oft detaillierter als manch andere Karten.

Ich würde mich wirklich freuen wenn Apple Maps das Kartenproblem in den Griff bekommt. Das funktioniert allerdings nur mit entsprechender Hilfe seitens der Nutzer… Hier sind ein paar Vergleiche verschiedener Kartendienste. Dies sind zwei Auschnitte aus einer Präsentation von Mai 2014. Zu sehen ist ein kleiner Ort in Pampa 1.

Kartendienste Vergleich

OsmAnd ist die Androidapp von OpenStreetmap, Here stellt den Kartendienst von Nokia dar und MapDroyd ist eine weitere App für Android, die ich ganz gut finde. Nun zu Apple Maps:

Kartendienste Vergleich Apple Maps

Dargestellt wird auf allen Screenshots in etwa der gleiche Bereich in einer Kleinstadt (eigentlich Dorf, das Stadtrecht aus dem tiefsten Mittelalter wird noch mit Fackeln und Mistgabeln verteidigt). Die meisten Daten beherbergt die App von OpenStreetMap (ich vermute es gibt viele kartenaffine Menschen in Pampa 1).

Laut einiger Meldungen arbeitet Apple an einer verbesserten Problemberichterstattung, bei der Nutzer aktiv an Verbessungen teilnehmen können. Es wird sich zeigen inwieweit das etwas bringt.

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